Ausbildung - Bundesverband Wach- und Diensthunde e.V.

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Übersicht über Aus- und Weiterbildung im Wach- und Sicherheitsgewerbe



I. Ausbildung

1. Servicekraft für Schutz und Sicherheit
2. Fachkraft für Schutz und Sicherheit
Ausbildungsdauer:
Servicekraft für Schutz und Sicherheit:  2 Jahre
Fachkraft für Schutz und Sicherheit:    3 Jahre
Die Ausbildung erfolgt an den Lernorten Betrieb und Berufsschule.
Arbeitsgebiet:
Servicekräfte und Fachkräfte für Schutz und Sicherheit unterstützen die öffentliche, private und betriebliche Sicherheit und Ordnung. Sie schützen Personen, Sachwerte und immaterielle Werte. Sie arbeiten in Unternehmen der Sicherheitsbranche sowie in verschiedenen Bereichen der Unternehmenssicherheit, des öffentlichen Dienstes und der Verkehrswirtschaft. Servicekräfte schützen insbesondere durch Umsetzung präventiver Maßnahmen, Fachkräfte schützen durch präventive Maßnahmen und soweit erforderlich durch Gefahrenabwehr.
Berufliche Qualifikationen:
Servicekräfte für Schutz und Sicherheit
• führen Maßnahmen der Sicherung und präventiven Gefahrenabwehr durch,
• beurteilen Gefährdungspotenziale und leiten Sicherungsmaßnahmen ein,
• überprüfen und überwachen die Einhaltung objektbezogener Schutz- und Sicherheitsvorschriften, insbesondere von Arbeitsschutz, Brandschutz, Umweltschutz und Datenschutz,
• wirken bei der Ermittlung und Aufklärung von sicherheitsrelevanten Sachverhalten mit und dokumentieren diese, überprüfen die ordnungsgemäße Funktion von Schutz- und Sicherheitseinrichtungen und leiten Maßnahmen bei Mängeln ein,
• identifizieren Wirkungsweise und Gefährdungspotenzial von Waffen, gefährlichen Gegenständen und Stoffen,
• sind in der Lage, bei Schutz und Sicherheitsmaßnahmen sich situations- und personenbezogen zu verhalten und entsprechend zu handeln,
• arbeiten team- und kundenorientiert sowie in Kooperation mit anderen Dienstleistungsbereichen


Fachkräfte für Schutz und Sicherheit
• planen und führen Maßnahmen der Sicherung und präventiven Gefahrenabwehr durch,
• analysieren Gefährdungspotenziale, entwickeln Sicherungsmaßnahmen und leiten diese ein,
• überprüfen und überwachen die Einhaltung objektbezogener Schutz- und Sicherheitsvorschriften, insbesondere von Arbeitsschutz, Brandschutz, Umweltschutz und Datenschutz,
• beobachten die Branchenentwicklung und bewerten die Auswirkungen auf das betriebliche Leistungsangebot,
• wirken bei der Angebotserstellung und Auftragsbearbeitung mit,
• ermitteln, klären auf und dokumentieren sicherheitsrelevante Sachverhalte,
• überprüfen die ordnungsgemäße Funktion von Schutz- und Sicherheitseinrichtungen und leiten bei Mängeln Maßnahmen ein,
• identifizieren Wirkungsweise und Gefährdungspotenzial von Waffen, gefährlichen Gegenständen und Stoffen,
• sind in der Lage, bei Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen sich situations- und personenbezogen zu verhalten und entsprechend zu handeln,
• arbeiten selbständig, team- und kundenorientiert sowie in Kooperation mit anderen Dienstleistungsbereichen.

Gemeinsame Ausbildungsinhalte im 1. und 2. Ausbildungsjahr

1) Rechtsgrundlagen für Sicherheitsdienste
2) Kommunikation und Kooperation
3) Schutz und Sicherheit
4) Verhandeln und Handeln bei Schutz- und Sicherheitsmaßnahmen
5) Sicherheitstechnische Einrichtungen und Hilfsmittel

Ausbildungsinhalte im 3. Ausbildungsjahr (Fachkraft für Schutz und Sicherheit)

6) Ermittlung, Aufklärung und Dokumentation
7) Planung und betriebliche Organisation von Sicherheitsleistungen

• Markt und Kundenorientierung
• Risikomanagement
• Betriebliche Angebotserstellung
• Auftragsbearbeitung
• Teamgestaltung



II. Weiterbildung

1. Geprüfte/r Meister/in für Schutz und Sicherheit (Werkschutzmeister)

Meister/in für Schutz und Sicherheit sind bei Dienstleistungsunternehmen der privaten Sicherheit angestellt oder bei großen Unternehmen mit ausgeprägter Sicherheitspolitik. Zumeist werden Meister für Schutz und Sicherheit in der mittleren Führungsebene eingesetzt, in kleineren Unternehmen jedoch auch im Bereich der Geschäftsführung oder Unternehmensleitung.
Generell sind Meister für Schutz und Sicherheit zuständig für Sicherheits- und
Ordnungsmaßnahmen die diese auch planen und entwickeln. Im Rahmen von Projekten
werden Sicherheitsanalysen und Konzepte, Vorschläge für die betriebliche Sicherheitspolitik
oder die Planung und Entwicklung von technischen und baulichen Sicherheitsmaßnahmen
erstellt oder bestehende überprüft. Hohe Verantwortung steht dem Meister hierbei auch in der Kosten- und Leistungsrechnung zu, hier werden eigenständig Budgets verwaltet und Kosten veranschlagt, die z. B. beim Betreiben von Sicherheitseinrichtungen anfallen oder dem Beschäftigen von Sicherheitspersonal. Meister für Schutz und Sicherheit bilden auch eigenständig Auszubildende aus. Im Bereich der betrieblichen Sicherheit bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten der Spezialisierung an. Diese können betrieblicher Brandschutz, Ermittlungsdienst oder das Verwalten von Zutrittskontrollsystemen sein.

2. IHK-Fortbildungsprüfung zur geprüften Schutz- und Sicherheitskraft

Geprüfte Schutz- und Sicherheitskräfte schützen Objekte, Anlagen und Werte und gewährleisten die Sicherheit von Personen. Beim Werkschutz, auf Veranstaltungen, bei Werttransporten, im Personenschutz sowie im Streifen- und Verkehrsdienst ergreifen sie kundenorientiert vorbeugende Maßnahmen, wehren Gefahren ab und sorgen für die Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung im Rahmen des geltenden Rechts. Ebenso können sie durch vertiefte Kenntnisse der Schutz- und Sicherheitstechnik diese sicher bedienen bzw. überwachen und beratend zur Seite stehen.

Der Lehrgang Geprüfte Schutz- und Sicherheitskraft ist ideal für:
• Berufspraktiker/innen und Seiteneinsteiger/innen (auch ohne Berufsausbildung), die in der Sicherheitswirtschaft oder im industriellen Werkschutz arbeiten und einen großen Schritt nach vorn tun möchten,
• alle, die ganz allgemein in der Sicherheitsbranche tätig sind. Beispielsweise als Wachmann, wenn Sie im Verkehrsdienst Streife gehen, als Bodyguard, als Kontrolleur in Diskotheken, als Fahrer von Werttransporten bzw. Gefahrgütern, im Werkschutz usw.,
• alle, die Spezialkenntnisse mitbringen. So eignet sich der Lehrgang sehr gut z. B. für ehemalige Polizisten, Soldaten, Bundesgrenzschutzmitarbeiter/innen, Mitarbeiter/innen des Technischen Hilfswerkes, Feuerwehrangehörige, für Sprengmeister/innen und Wehrtechniker/innen. Durch Ihre besondere Vorerfahrung sowie diesen Kurs können Sie hochwertige Spezialaufgaben übernehmen



III. Studiengänge


1. Sicherheitstechnik

Diplom-Ingenieure - Sicherheitstechnik untersuchen Sicherheitsrisiken und Gefahrenquellen in Betrieben und Unternehmen aller Branchen vor allem der erzeugenden, verarbeitenden oder anwendenden Industrie. Sie verfassen Stellungnahmen über Maßnahmen und Verfahren, mit Hilfe derer Störfälle vermieden werden können und beraten Entwickler, Hersteller und Anwender von technischen Geräten und Anlagen in Bezug auf sicherheitstechnische Aspekte.


2.  Rescue Engineering

Ingenieure mit einem Abschluss als Master of Rescue engineering (Rettungsingenieure) übernehmen Managementaufgaben bei Rettungsdiensten und im Katastrophenschutz. Sie
organisieren und betreiben beispielsweise Notarzt- oder Luftrettungsdienste vor allem in
technischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Sie befassen sich mit der Ablaufplanung bei routinemäßigen Notfalleinsätzen, aber auch mit Logistikaufgaben bei Katastrophen und bei internationalen Einsätzen. Mit ihrer betriebswirtschaftlichen Kompetenz sorgen sie dafür, dass Abläufe effizient geplant und Ausrüstungen und Hilfsgüter optimal eingesetzt werden.


3.  Sicherheitsmanagement

Der zukunftsorientierte Studiengang Sicherheitsmanagement an der Hochschule der Polizei
Hamburg ist ein interdisziplinäres, akademisches Ausbildungsangebot mit dem Schwerpunkt
Security. In sechs Semestern qualifiziert das Bachelorstudium für Führungsaufgaben im
mittleren und gehobenen Management in der Konzernsicherheit oder im Sicherheitsgewerbe.
Sicherheitsmanager(innen) fördern die Sicherheit in Unternehmen und Behörden. Sie analysieren Sicherheitsrisiken und entwerfen Zukunftsszenarien, um präventiv eingreifen zu
können. Als Absolvent(in) der Hochschule der Polizei Hamburg bewahren Sie auch in
kritischen Situationen einen kühlen Kopf, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.
Dieses Know-how eröffnet Ihnen vielfältige berufliche Möglichkeiten auf Managementebene im In- und Ausland.



IV. Gesetzlich vorgeschriebene Lehrgänge mit Abschlussprüfung


Neben der Unterrichtung und Sachkundeprüfung nach § 34a GewO verlangt der Gesetzgeber insbesondere für den beruflichen Umgang mit Waffen und Munition einen gesonderten Lehrgangs-und Prüfungsnachweis:

Waffensachkundelehrgang mit praktischem Schießen und Waffensachkundeprüfung gemäß § 7 WaffG

Theoretische Vorbereitung, danach praktische, schriftliche und mündliche Sachkundeprüfung
gemäß § 7 WaffG - direkt im Anschluss an den Lehrgang.

Inhaltliche Schwerpunkte:

• Die wichtigsten Rechtsvorschriften über den Umgang mit Waffen und Munition unter Berücksichtigung des aktuellen Waffengesetztes (WaffG)
• die erforderlichen Kenntnisse über Notwehr und Notstand (§§ 32, 33, 34, 35 StGB)
• die Vorschriften der Berufsgenossenschaften (BGV C7)
• die Reichweiten und Wirkungsweisen von Munition
• die Handhabung von und den Umgang mit Schusswaffen und Munition
• Praktische Schießausbildung


Waffensachkundelehrgänge und –Prüfungen werden ausschließlich von staatlich anerkannten Betrieben und Institutionen durchgeführt



V. IHK-Zertifikatslehrgänge


1.  Wachhundeführer-Team Sicherheit IHK

Zielgruppe:
Diensthundeführer und Diensthundeführeranwärter im Bewachungsgewerbe, Führungskräfte
von Sicherheitsverantwortlichen.

Seminarziel:
Sicherheit kann nur der gewähren, der sich selbst sicher fühlt. Bei der Qualifizierung zum
Wachhundführer - Team-Sicherheit (IHK) liegt die Besonderheit darin, den Hundeführer
durch fundierte Schulung in der Theorie mit seinem Hund, der Einsatzplanung und vor allem
den rechtlichen Grundlagen auszubilden. Danach wird das Team "Hund und Hundeführer"  durch viele Praxisbezogenen Einheiten auf jegliche Situationen im Arbeitsalltag sowie Ausnahmesituationen vorbereitet und trainiert. Diese Praxisübungen machen in etwa 80 % des Seminars aus. Denn nur durch gezieltes Training erlernen beide Konflikte so zu bewältigen, dass der Hund eine Bereicherung bei der Arbeit ist und nicht zur Gefährdung für den Hundeführer oder dritte Personen werden kann.

Inhalt:
Modul 1: Grundausbildung - Das Wesen des Hundes
Modul 2: Unterordnung - Grundausbildung für die Praxis
Modul 3: Eigensicherung in Theorie und Praxis
Modul 4: Schutzdienst - Grundausbildung für die Praxis
Modul 5: Vorbereitung auf die theoretische und praktische Überprüfung
Modul 6: Überprüfung der theoretischen und praktischen Fähigkeiten



2. Lehrgang "Betrieblicher Ermittler/Betriebliche Ermittlerin" (IHK)

Zielgruppe:
Mitarbeiter/innen der Unternehmenssicherheit, des betrieblichen Ermittlungsdienstes und der
privaten Revision sowie Mitarbeiter/innen privater Detekteien/Sicherheitsdienste

Seminarziel:
Wirtschaftskriminalität oder sonstige unerlaubte Handlungen können zu hohen Risiken innerhalb eines Unternehmens führen und erhebliche Schäden, insbesondere durch Vertrauensverlust bei Kunden, Lieferanten, Partnern und in den Medien nach sich ziehen. Ziel dieses modular aufgebauten Lehrgangs ist es, das nötige Rüstzeug zu vermitteln, um mit dem erforderlichen Rechts-, Methoden- und Fachwissen Ermittlungen einleiten, durchführen und zum erfolgreichen Abschluss bringen zu können. Der erfolgreiche Abschluss aller 4 Module führt zum Abschluss "Betrieblicher Ermittler/ Betriebliche Ermittlerin" (IHK)“.

 
Die Homepage wurde aktualisiert am: 14.10.2017
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